Nachricht vom 28.12.2011
Last-Minute Sieg bringt fünften Heimerfolg in Serie
Der BBC bezwingt die Eisbären Bremerhaven mit 90:86
(mb)
Lange hat es dauern müssen ehe die 3.880 Zuschauer in der Oberfrankenhalle die Arme zum jubeln in die Luft strecken konnten. 61 Sekunden vor Spielende sorgte ein Dreier von Beckham Wyrick für die Wende in einem fast schon verloren geglaubten Spiel. Nach 27 Minuten führten die Gäste noch mit 14 Zählern, am Ende hieß es im letzten Heimspiel des Kalenderjahres 90:86 (36:46) für die seit fünf Heimspielen ungeschlagene BBC-Mannschaft, die Danny Gibson (19), Osvaldo Jeanty (13) und Brandon Hunter (12) anführten.
Die Gäste aus Bremerhaven traten ohne Jamison Brewer, der seinen Vertrag auflöste, aber mit Testspieler Alex Gordon (zuletzt JSF Nanterre/Frankreich) an. Beim BBC konnte der zuletzt an der Schulter
angeschlagene Maksym Shtein wieder mitwirken, dafür fiel
Tom Spöler aus, der sich in Berlin die Schulter ausgekugelt
hatte.
Nachdem Zachery Peacock die ersten Punkte des Abends erzielte sollte das 2:2 durch Hunter-Freiwürfe der einzige Ausgleich der Partie sein. Terrell Everett legte ein 3 Punkt-Spiel nach und nach drei
Korberfolgen von Chris McNaughton in Serie führten die Gäste in der dritten Minute bereits mit 4:11. Zwar kämpfte sich der BBC nach Punkten von Ekeie Ibekwe in der fünften Minute auf 10:14 heran,
die Eisbären blieben jedoch am Drücker.
Jason Cain erhöhte an der Freiwurflinie auf 13:20 (6.), auf der Gegenseite war es
Tyler Smith, der den ruhenden Ball in der siebten Minute zweimal sicher zum 17:20 versenken konnte. Erneut waren es Cain-Freiwürfe, die die Nordlichter zum 19:25 nutzen konnten, ehe ein Bayreuther
Schlussspurt, abgeschlossen mit einem Buzzer Beater von Corey Stokes, das 25:27 brachte.
In den ersten Minuten des zweiten Viertels spielten fast nur die Eisbären. Die Aufholjagd war nach fünf Zählern von Anthony Smith zum 25:32 (13.) dahin, gleichzeitig starteten die Gäste einen 0:12
Lauf. Dieser endete nach dem 25:39 von Chris McNaughton (27.). Bei noch 3:11 zu spielenden Minuten fielen dann die ersten BBC-Punkte des Abschnitts: Osvaldo Jeanty verwandelte einen Dreier, 30
Sekunden später machte es ihm Danny Gibson nach – nur noch 31:39 (28.). nach einer Auszeit hatten die Eisbären das Spiel wieder im Griff und konnten nach einem Dreier mit der Pausensirene
beim 36:46 in der Kabine verschwinden.
Das dritte Viertel war ein Spiegelbild der ersten 20 Minuten. Egal wie sich das BBC-Team auch bemühte, der Gast hatte die Fäden in der Hand und baute den Spielstand weiter aus. Freiwürfe von Mike
Smith zum 38:52 (23.) brachten die größte Führung des Abends mit sich, diesen Vorsprung hielten die Eisbären bis zur 27. Minute. Sieben Zähler von
Stefan Schmidt sorgten in dieser Phase dafür, dass der Rückstand nicht weiter wuchs. In der 29. Minute traf Corey Stokes einen Dreier, nur noch
neun Zähler Vorsprung der Gäste standen zu Buche. Die Eisbären-Führung betrug nach Freiwürfen von
Jason Cain in der
Schlussminute wieder 13 Zähler (54:67) ehe Maksym Shtein den Schlusspunkt des Viertels setzte.
Danny Gibson eröffnete den letzten Abschnitt mit einem Dreier, Bremerhaven konterte erfolgreich und Anthony Smith traf in der 33. Minute zum 61:74. In der folgenden Auszeit schwörte Marco van den
Berg sein Team nochmals ein – und fand die richtigen Worte. Was folgte war ein 10:0 Lauf mit zwei Dreiern von Osvaldo Jeanty und dem 71:74 (35.) von Brandon Hunter. Geht da noch was? Die Fans
in der fast ausverkauften Oberfrankenhalle glaubten an ihr Team und peitschten es nach vorne. In den nächsten Minuten waren die Gäste jedoch immer wieder eine Nase vorne, selbst Ballverluste
sollten das Spiel (noch) nicht drehen. Der letzte Korberfolg der Eisbären vor der Wende sollte Terrell Everett in der 38. Minute zum 78:81 gelingen. Dann trafen Brandon Hunter und per Dreier
Beckham Wyrick für den BBC und beim 83:81 leuchtete erstmals eine Bayreuther Führung auf der Anzeigetafel auf. Nach einer
Auszeit der Gäste war es erneut „Becks“, der mit dem 86:81 aus der Distanz für die Vorentscheidung sorgte. Neun Sekunden vor dem Ende sorgte Danny Gibson mit zwei erfolgreichen
Freiwürfen für die endgültige Entscheidung so dass auch ein Dreier von Anthony Smith mit dem Schlusspfiff nicht mehr ins Gewicht fiel.
Der BBC reist am Donnerstag als Tabellenneunter und mit Rückenwind in die Landeshauptstadt, wo der heimstarke Aufsteiger FC Bayern München (7/1) wartet. Die Bayern belegen derzeit mit acht Siegen
und sechs Niederlagen Tabellenplatz sechs. Begleitet wird das Bayreuther Team von zwei vollen Fanbussen der Bayreuth BATS und vielen Privatfahrern. Das Spiel wird ab 18 Uhr live bei Sport 1
übertragen. Der ausführliche Vorbericht folgt!
Trainerstimmen:
Douglas Spradley (Eisbären Bremerhaven): „Glückwunsch an Marco van den Berg und Bayreuth. Bayreuth hat im entscheidenden Moment glückliche Würfe getroffen, aber das gehört zum Basketball
dazu. Sie waren in den letzten fünf Minuten schlauer, die Top-Spieler haben das Spiel übernommen. Wir haben gewusst wir müssen über 40 Minuten kämpfen und dann gab es die Situation, wo wir einen
entscheidenden Offensiv- oder Defensivrebound nicht bekommen. Dann haben wir nicht schnell genug reagiert und den entscheidenden Dreier bekommen. Wir hatten die Chance das Spiel zu gewinnen, haben
es aber nicht geschafft. Alex Gordon hat zwei Monate nicht gespielt und ist erst ein paar Tage bei uns. Er hat die Systeme noch nicht im Griff, gibt uns aber eine Option, die wir brauchen. Wenn er
fit ist können wir ihn besser einschätzen.“
Marco van den Berg (BBC Bayreuth): „Ich denke wir haben heute ein wenig glücklich gewonnen. Bremerhaven hat das Spiel drei Viertel lang ziemlich kontrolliert und war die bessere Mannschaft.
Aber wir sind tief besetzt und haben mit Tyler Smith das Tempo am Ende erhöhen können. Er hatte in der entscheidenden Phase fünf Assists. Das ist eine Qualität unserer Mannschaft, wir können
wichtige Spieler in entscheidenden Situationen von der Bank holen. Beckham hatte einen entscheidenden Offensivrebound und konnte einen freien Dreier nehmen. Das waren zwei entscheidende Momente
damit wir das Spiel drehen konnten. Wenn wir zu Hause spielen sind wir immer gefährlich, das haben wir schon gegen Bonn und Göttingen bewiesen. Wir können Spiele drehen und freuen uns auf das Spiel
in München.“
BBC Bayreuth – Eisbären Bremerhaven
90:86 (25:27;11:19;20:21;34:19)
BBC Bayreuth: Gibson 19, Jeanty 13, Hunter 12, Stokes 9, Wyrick 8, Ibekwe 8, Schmidt 7, Smith 6, Shtein 6, Schmitz 2. Dreier: Gibson 4, Jeanty 3, Wyrick 2, Stokes 1.
Eisbären Bremerhaven: Cain 18, A. Smith 17, McNaughton 16, Everett 10, Peacock 10, M. Smith 8, Gordon 5, Raffington 2. Dreier: A. Smith 3, Cain 1, Gordon 1.
Wurfquote Feld gesamt: Bayreuth 54% (31/57), Bremerhaven 55% (30/55)
Dreierquote: Bayreuth 39% (10/26), Bremerhaven 39% (5/13)
Freiwurfquote: Bayreuth 86% (18/21), Bremerhaven 78% (21/27)
Rebounds (defensiv/offensiv): Bayreuth 28 (21/7), Bremerhaven 22 (15/7)
Turnover/Assists/Steals/Blocks: Bayreuth 14/19/3/4, Bremerhaven 13/18/1/0
Fouls: Bayreuth 23, Bremerhaven 19