Foto: Norbert Schulz

2. Basketball Bundesliga

BBC hofft auf vierten Heimsieg in Folge

Nach der endgültigen Sicherstellung des Klassenerhalts in der BARMER 2. Basketball-Bundesliga Pro A durch den Sieg im Frankenderby in Nürnberg kann der BBC Bayreuth am Samstag, 5. April, um 19 Uhr im Heimspiel gegen die ART Giants Düsseldorf befreit aufspielen. Ziel des Teams von Headcoach Florian Wedell ist, die Siegesserie aus den jüngsten drei Heimspielen fortzusetzen.

Die ART Giants stecken noch mitten im Abstiegskampf der Pro A, haben aktuell acht Siege nach 30 Partien erreicht und sind Tabellen-15., zwei Siege vor den auf dem ersten Abstiegsplatz 17 stehenden Artland Dragons. Zuletzt sind die Rheinländer allerdings dabei, sich am eigenen Schopf aus dem Abstiegssumpf zu ziehen. In den vergangenen beiden Partien wurden zwei Siege gegen Playoff-Kandidaten eingefahren: Nach dem 85:75-Auswärtssieg bei den HAKRO Merlin Crailsheim gab es am vergangenen Samstag einen knappen 84:83-Heimsieg gegen die Tigers Tübingen. Nach einem 18-Punkte-Rückstand zur Pause bogen die ART Giants dabei das Spiel mit einer gigantischen zweiten Halbzeit noch herum. „In der Halbzeitpause hat niemand mehr an uns geglaubt. Und dann spielen wir so eine zweite Halbzeit. Ich bin sehr stolz auf mein Team, es war ein wichtiger Sieg für den Klassenerhalt”, war der Düsseldorfer Headcoach Achmadschah Zazai nach der Partie begeistert.

Topscorer bei den ART Giants ist der vor der Saison aus Estland gekommene US-amerikanische Playmaker Isaiah Hart mit 16 im Schnitt erzielten Punkte. Eine zweistellige Wurfbilanz haben ferner US-Shooting-Guard Ajare Sanni (14,3), der amerikanische Shooting-Guard Brandon Spearman (11,7) sowie der britische Small Forward Jaydon Henry-McCalla und der deutsche Center Alexander Richardson (jeweils 10,6). Richardson ist mit im Schnitt 7,7 abgegriffenen Bällen auch Top-Rebounder der Rheinländer vor Henry-McCalla (5,6).

Der Bayreuther Headcoach Florian Wedell blickte zunächst auf das am vergangenen Samstag gewonnene Frankenderby bei den Nürnberg Falcons zurück. „Es war ein ganz tolles Erlebnis für uns alle, wie man gemerkt hat auch für die mitgereisten Bayreuther Fans. Wir hatten eine tolle Atmosphäre. Es war ein klasse Signal, so viele Fans dabei gehabt zu haben, die für grandiose Stimmung sorgten. Das Ganze hat sich über weite Strecken wie ein Heimspiel vor nahezu ausverkaufter Halle angefühlt. Ich glaube schon, dass wir über die vergangenen Wochen und kontinuierlich mit unserer Entwicklung in der Saison deutlich gezeigt haben, dass der vor der Saison gewählte und eingeschlagene Weg der richtige war und dass die Arbeit, die wir alle investiert haben, sich auszahlt. Das ist ein sehr schönes Gefühl, was man in der ganzen Umgebung merkt, bei den Fans, beim Office, bei der Mannschaft und bei allen drumherum, die diese Organisation unterstützen und begleiten. Über die vergangenen Wochen wurde ein Momentum kreiert. Das ist ein schönes Gefühl und eine Bestätigung für unsere Arbeit“, bilanzierte Florian Wedell.

„Am Anfang der Saison waren wir als Organisation an einem schwierigen Punkt, an dem wir uns entscheiden mussten, wie wir uns ausrichten nach den Rückschlägen der vergangenen Jahre. Wir haben uns bewusst dafür entschieden, eine sehr junge Mannschaft zusammenzustellen mit hungrigen Spielern, die etwas erreichen wollen und die hier in Bayreuth sein wollen, weil sie überzeugt sind, dass das hier der richtige Ort für sie ist, um sich in ihrer Karriere weiterzuentwickeln. Wir sind überzeugt, dass man sich damit auch identifizieren kann und dies der richtige Weg für den Bayreuther Basketball ist. Man erkennt dies an der Entwicklung, aber auch daran, dass von diesen jungen Spielern jetzt schon zwei wichtige Säulen der jetzigen Mannschaft für die kommende Saison bzw. im Fall von Moritz Plescher sogar darüber hinaus neue Verträge unterschrieben haben. Das ist natürlich eine sehr schöne Bestätigung für uns“, erklärte der Headcoach.

Zur anstehenden Partie am Samstag führt Florian Wedell aus: „Die ART Giants Düsseldorf gehören sicher zu den Mannschaften, die sich über die vergangenen Wochen mit am besten entwickelt haben. Sie haben zuletzt zwei gute Siege gegen Tübingen und Crailsheim eingefahren, aber auch vorher gegen sehr gute Mannschaften gut mitgehalten. Bei Düsseldorf hat sich natürlich gegenüber dem Saisonbeginn viel verändert, was das Spielerpersonal angeht. Man hatte anfangs viel Verletzungspech, dann nach und nach neue Spieler dazu bekommen, dann einen neuen Trainer verpflichtet mit einem neuen Spielsystem. Sie spielen heute ganz anders als noch am Anfang der Saison. Vor allem defensiv haben sie eine andere Ausrichtung. Düsseldorf spielt mit sehr viel Energie und viel Aufwand in der Verteidigung. Sie spielen sehr aggressiv viel Switching-Defense und Zonenverteidigung. Mit ihren amerikanischen Guards haben sie extrem gute Scorer im Team. Hervorzuheben sind dabei insbesondere Isaiah Hart, Brandon Spearman und Ajare Sanni, die alle drei sehr gute Scoring-Combo-Guards sind, die sind schon gute Qualität in dieser Liga. Einige junge Spieler wie Alexander Richardson haben sich im Laufe der Saison sehr gut entwickelt und werden immer besser. Insgesamt ist Düsseldorf am Samstag schon eine große Herausforderung. Wir sind aber natürlich selbstbewusst, müssen aber auch anerkennen, dass auch Düsseldorf mit den letzten Siegen im Rücken selbstbewusst sein wird. Beide Teams wollen ihren dritten Sieg in Folge holen. Düsseldorf muss mit einem Auge auch noch auf die Abstiegsplätze schielen. Sie müssen sich absichern in den nächsten Spielen. Wir wollen den Aufwärtstrend weiter bestätigen und den dritten Sieg und vierten Heimsieg in Folge holen, was ein Wahnsinnsschritt für uns wäre. Wir werden alles dafür geben, aber einfach wird’s nicht. Wir werden selbstbewusst mit 100 Prozent reingehen, um den Heimsieg zu holen. Der BBC kann in gewisser Weise befreit aufspielen, wir müssen aber auch die Spannung aufrecht erhalten, auch nach der großen Freude über die offizielle Sicherstellung des Klassenerhalts. Wir setzen uns weiterhin Ziele und sind auch zukünftig motiviert, jeden Tag besser zu werden. Das merkt man jeden Tag im Training. Es kann ein Vorteil sein, befreit aufspielen zu können, man muss das Ganze aber auch weiterhin gut moderieren".